h1

Dreimal Polen und zurück…

Juli 30, 2010

Nach bereits beschriebenem großartigem Geburtstag in Berlin , ging es wenige Tage später schon wieder auf Reisen. Tin und ich sind für einen Kurztrip nach Warschau geträmpt und haben dort drei Nächte verbracht. Party auf dem Schiff auf der Weichsel wurde als gut bewertet :)

Vor unserem Bus, in der Natur...

Vor unserem Bus, in der Natur...

Ein paar Tage später habe ich mich spontan Trevor und Freunden angeschlossen, die mit HippieBus und mir im Gepäck abermals nach Polen, zum kostenlosen Woodstock Festival gefahren sind. Da haben wir dann aber nur eine Nacht verbracht, da wir alle Sehnsucht nach Natur hatten und sind weiter an einen See gefahren den wir willkürlich auf der Landkarte ausgesucht hatten.

here we come...

Trip drei ging mit Max nach Dresden, wo wir Marie besucht haben , Tourifotos existieren +++ jetzt kommt der Poleteil für eine weitere Nacht in das nahegelegene Wroclaw -einigen vermutlich als Breslau geläufig- geträmpt! Sehr schöner Altstadtkern +++ Milchbars sind top!

 

 

 

 

h1

A lot has happened…

Juli 18, 2010

Wo soll ich beginnen oder sollte ich lieber sagen wo habe ich aufgehoert? Also, nach Mumbai gings per Zug nach Delhi, wo ich Ivan wie ausgemacht getroffen habe. Trotz Lebensmittelvergiftung unter der ich litt, zeigte er nur wenig Erbarmen und schleppte mich gleich am naechsten Morgen zur Deutschen, Rusischen und Pakistanischen Botschaft. Ergebnis, die Rusische wollte nicht so wie wir also am naechsten Morgen wieder hin.

Resultat…, Interview in der Pakistanischen Botschaft in einer Woche. Das hatten wir uns eigentlich anders vorgestellt… Mir ging es inzwischen besser und mit Liss und Markus hatte ich auch schon einiges Tourizeug, Red Fort etc. erkundigt. Trotzdem waren wir uns alle sicher, dass Delhi nicht unsere Lieblingstadt werden wuerde und wir nochmal ein paar Tage in eine kleinere Stadt fliehen wollten. Nach langen hin und her und Abschiedskonzert zu dem uns unser super netter CS-host  mitgeschleppt hat, Name der Band finde ich auch nochmal raus , haben wir uns dann fuer Haridwar entschieden, da wir alle nochmal im heiligen Ganges baden wollten…, gerade keine Lust das zu erklaeren aber ihr koennt mich gerne nochmal dazu befragen, nur soviel, man teilt sich das eiskalte Wasser mit brennenden Leichen…, spoky.

Naja wir haben den ersten Host genommen der willigte uns mit nur 12 Stunden Vorankuendigung zu viert aufzunehmen, aehm eine Erfahrung der anderen Art. Mit tiefgelegten Auto und 50 Cent Music ging es vorbei an schaebigen Huetten und naja halt dem aermlicheren Indien, jedenfalls habe ich mich schlecht gefuehlt. Es stellte sich heraus das wir in einer Art Kloster wohnten, dass unser Host zu seinem Vergnuegen erbaut hatte und nach einer Nacht kamen dann auch irgendwelche Pilger und wir wurden, inzwischen ohne Marcus der zurueck nach Berlin musste an den Guru unseres Host weitergereicht, bei dem wir die volgende Nacht verbringen sollten. Dieser kam nach Gehirnwaesche-Mediationsvideo und mehrfachem Kopftaecheln, was glaube ich insbesondere Ivan missviel zu dem Schluss, dass ich im Grunde genommen ein naives, aber trotzdem sehr schlaues Kind bin und mir das immer bewahren sollte, waehrend Ivan eine Mauer um sich aufgebaut oder wie er es ausdrueckte, Papier um sich geschlugen hat und nicht sein wahres ich zeigt, waehrend Liss zu viel ueber ihr Leben nachdenkt und deshalb nicht gluecklich werden kann. Gar kein so schlechter Sozialpaedagoge aber das taegliche Ritual, welches er Ivan auftrug um ein besserer Mensch zu werden und sich wieder der Liebe der Welt offnen zu koennen, wollte dieser dann doch nicht so recht annehmen. Haridwar hat uebrigens einen der schoensten Maerkte, die ich bis jetzt gesehen habe, muss man also mal hin.

Am naechsten Morgen ging es dann weiter nach Rishikesh, wieder am Ganges, allerdings weitaus naturbelassener, mit noch kaelteren und schnelleren Wasser in eine wunderschoene Berglandschaft eingelassen. Hier verliess uns dann  Liss nach einer Nacht, schnief, weil sie zurueck nach Bangkok musste und Ivan und ich machten uns auf den Weg zu einem Wasserfall, bei dem es sich allerdings eher um einen Bach handelte. Naja trotzdem super schoene Natur und wir konnten baden ohne einer Menschenseele zu begegnen. Unseren Host, ein Yogalehrer, bekamen wir leider fast gar nicht zu Gesicht, dabei haette ich zu ein wenig Unterricht auch nicht nein gesag, naja man kann halt nicht Alles haben.

Nach diesen erholsamen Tagen, sind wir dann am 14. Juli zurueck nach Delhi getraempt. In Indien ist das mit dem Traempen allerdings eher so nen Komfortding als wirklich Kosten sparen. Der ueberfuellte Bus, in dem bestimmt schon der eine oder andere einen Hitzetod gestorben is kostet nur einen Euro. So ein klimatisiertes Auto, welches auch nur 5 statt 10 Stunden faehrt bietet da weitaus mehr Komfort und zu zweit haben wir auch echt schnell einen Lift gefunden.

Zuruek in Delhi stand uns das Interview mit der Pakistanischen Botschaft bevor. Diese reagierten leicht skeptisch auf den Umstand, dass mein Vater einen anderen Namen hat als ich, aber ich konnte mich irgendwie rausreden und wir erhielten unser Visa. Nachdem wir dann noch den ganzen Tag nach angemessener Kleidung fuer mich gesucht haben, armer Ivan gabs am Abend die schlechte Naricht. Wir wuerden unser iranisches Visa erst am 4. August und nicht wie versprochen am 18. Juli in Quetta(Pakistan) abholen koennen, was bedeutet haette dass wir in nur 16 Tagen durch den Iran, die Tuerkei, uebers Meer und bis nach Moskau haetten traempen muessen, waehrend Saint Petersburg komplett weggefallen waere. Zusaetzlich wurde auch noch irgendein Taliban-Fuehrer ermordet und alle Couchsurfer von denen wir bereits Zusagen hatten rieten uns nicht mehr zu kommen.

Nach Langem hin und her, entschied ich mich dann spontan, dass es das Einfachste waere einfach in ein Flugzeug zu steigen, da ich vom Iran, das Land welches mich eigentlich am Meisten gereizt hatte so und so nichts mehr sehen wuerde, da ich ja rechtzeitig zum kulturweit Nachbereitungsseminar wieder in Berlin sein muss. Ivan war weniger begeistert von der Situation, hat sich dann letzendlich aber auch einen Flug nach Russland gebucht und will jetzt nochmal zwei Monate arbeiten, bevor er im September nach Berlin zieht.

Lange Rede kurzer Sinn, ich kam puenktlich zu meinem Geburtstag, einen Monat frueher als geplant in Berlin an und wurde von Tin, Marie, Schwester, Tante und Papa mit Kuchen, Kerzen und Blumen  am Flughafen abgeholt, sooo super. Abends kamen dann auch noch Max und Luca vorbei, die beim Umzug von Luca’s Bruder geholfen hatten. Einen schoeneren Geburstag haette ich mir also gar nicht vorstellen koennen nachdem ich Alle so lange nicht gesehen hatte, nagut Mama hat natuerlich noch gefehlt, aber wie schon erwaehnt, man kann halt nur fast Alles haben.

Das Max noch vorbei kam war ja natuerlich auch falsch ausgedrueckt, wir wohnen ja jetzt schliesslich in der gleichen Wohnung und die ist soooo toll. Bin schon ganz verliebt, aber Photos gibts es dann erst wenn ich Anfang September einziehe…

Die vier Tage Berlin waren jedenfalls super und vergingen wie im Flug, aber da ich ja schliesslich schon mein Russlandvisum hatte und mich mit Papa in Moskau verabredet habe gehts jetzt halt durch Europa nach Russland, eine etwas andere Route als geplant aber auch nett.

Tin und ich sind jedenfalls Gestern nach Warschau getraempt, wo wir jetzt immer noch sind und uns Morgen brav das Aufstandsmuseum angucken, Ich versuche weiterhin regelmaessig zu schreiben und bin dann ab dem 22. August wieder endgueltig in Berlin und hoffe daher, dass niemand beleidigt ist, den ich auf meinem Kurzbesuch nicht getroffen habe. Das Wichtigste war ja schliesslich Laura nochmal zu sehen, die naemlich am 18 August nach Australien zieht, so dass ich sie mal wieder genau verpasst haette. Aber wie es das Schicksal nunmal wollte, wer sich durch den Text gekaempft hat kennt die Story jetzt jedenfall und ich falle muede ins Bett es ist naemlich schon 04.06 Uhr…

h1

Mummy Mummy, I wane become a Bollywood movistar!

Juli 9, 2010

Als weisse Reisende wuerde man in Mumbai naemlich wahrscheinlich jeder Zeit eine Statisten Rolle kriegen. Die Bollywoodindustrie, welche woechentlich mehrer Filme rausbringt, spielt mehr Geld als Hollywood ein und die etlichen Filme haben eigentlich immer einen Part, der im Ausland spielt. Damit sich das ganze auch rentiert wird natuerlich meistens nicht im Ausland gehdreht, man laesst einfach ein paar weisse im Hintergrund rumtanzen. Wir persoenlich haben uns `I hate lovestories` angetan. Cheezy bis zum umfallen, aber muss man sich schonmal geben.

Wie auch immer, puenktlich um sechs  kommen wir am Morgen des 1. Julys also in Mumbai an. Das Indien des Suedens, welches mir bis zu diesem Zeitpunkt so ueberraschend enstspannend vorkam, liegt auf einmal in der Vergangenheit. Man muss gucken wo man hintritt, ueberall liegen Menschen, Kinder und Behinderte betteln einen an, es riecht nach einem Gemisch aus Essen und Muell und wir haben Schwierigkeiten uns durch die Menschenmassen zu wuseln.

Ca 45min spaeter erwartet uns ein zirlicher kleiner Inder, der kein Wort English spricht, an dem Eingang zu einer Wohnsiedlung. Die Haeuser hier ragen weit in die Hoehe und man sieht auf den ersten Blick, dass sie wie so viele Gebaeude in Mumbai erst in den letzten Jahren aus dem Boden gestampft wurden. Der junge Inder bedeutet uns mit einem Kopfnicken ihm zu folgen, ist das unser CS-Host? Sein Profil war doch komplett in Englisch ausgefuellt?

Nach einigen Verwirrungsminuten stellt sich herraus, dass es sich nicht um unseren Host, sondern um den persoenlichen `Haussklaven` handelt. Das mit dem Sklaven ist jetzt wahrscheinlich falsch ausgedrueckt – mein erster groesserer Kulturschock in Indien jedenfalls. Die Familie unseres Gastgaebers, der mit seiner Schwester in Mumbai lebt, hat diesen Bediensteten von einer armen Bauernfamilie erhalten, ihn ausgebildet und dann an die Kinder geschickt um denen beim Haushalt zu helfen. Im Gegenzug erhaelt er einen Schlafplatz und Essen. Er ist eine muntere Persoenlichkeit, sobald  Musik laeuft, also fast immer, strahlt er freudig und beginnt zu tanzen, waehrend er irgendeine Arbeit verrichtet. Als wir nach einem laundry service fragen wird ER dazu aufgefodert die Waesche zu waschen, unser Fehler natuerlich!

Das ganze darf nicht falsch verstanden warden, wir hatten eine fabelhafte Zeit mit unseren Gastgebern in Mumbai, insbesondere die Schwester von unserem eigentlichen Host, hat uns einen tieferen Einblick in ihre persoenlichen Erfahrungen und die allgemeine Position von Frauen in Indien geben koennen. Das Ganze zeigt nur mal wieder wie wenig man doch ueber andere Kulturen weiss oder sollte man lieber sagen wie einen Gewusstes, wenn man es in der Realitaet wahrnimmt erneut schockiert.

Gegensaetzlich zu dem was man als Europaer sofort annimmt, gilt es fuer eine wohlhabende indische Familie als eher unsozial nicht solche Angestellten zu haben, die naemlich ansonsten wie so viele andere Menschen auf der Strasse wohnen muessten. Dhavari , bekannt geworden durch den Film `Slumdog Millionaire` , ist nicht umsonst der weltweit zweitgroesste Slum. Ueber 800.000 Menschen leben, arbeiten und sterben in diesem Teil der Stadt.

Trotz weit vielfaeltigem Interesse fuer Politik und Kultur haben wir natuerlich auch die ganzen Touripunkte abgeklappert, sind shoppen und Abends ausgegangen.

Photos folgen…

h1

Goa oder der Staat der Steinzeithippies und ueberdurchschnittlich vieler Drogenentzugskliniken, ein sehr sinnvoller Standtort…

Juli 4, 2010

Blumenkinder

....Sonne...

...und Meer...

...Katze mit Fenster...

Dank der um 26 Stunden verlaengerten Zugfahrt wurden aus 4 Naechten in Goa, leider nur drei. Die erste haben wir bei Couchsurfer Sercan uebernachtet und die folgenden zwei mit zwei anderen sehr netten Couchserfern aus Prag und Lylle bei super lieben indischen Gastgeber. Gnerell war Goa super, definitiv der beste Mud der Welt und wie uns immer wieder versichert wurde hatten wir auch die einzigen sonnigen Tage, seit Monsunbegin mitgebracht.

...und Berge...

OldGoa

...eine ganz normale Strasse in Indien...

h1

Sometimes I`ve been sitting in trains…

Juni 28, 2010

Acht Stunden Zugfahrt von Ernakulan erwiesen sich als 36 Stunden Zugfahrt, auf Grund eines Landrutsches. Hier ein paar Fotos wie wir langsam aber sicher im Zug verrueckt geworden sind…

http://www.youtube.com/watch?v=__HQGvSqZ5I

...

h1

India, here we come…!

Juni 28, 2010

...

...eins meiner neuen Lieblingstiere, next to the Hausschwein, muss nur noch meine WG ueberzeugen, dass wir eins als Haustier brauchen...

...ein auesserst sicheres Boot, mit dem wir bei Gewitter einen Fluss ueberqueren mussten...

Nach sechsstuendigem Flug, inklusive ausgerufen werden, ich wollte schon immer mal wissen ob ich meinen Namen in diesem Fall auch a la Prononzination Asia verstehen wuerde, empfing uns der `attraktive, gut gebaute Asssistenchirurg Markus H.` pflichtbewusst mit einem lebensgrossem Liss und Mira Schild am Suedende Indiens. Unser urspruenglicher Couchsurfer hatte uns bereits an irgendwelche Verwandten verkauft, jedenfalls haben wir ihn nie persoenlich kennen gelernt, wurden allerdings  von einem anderen Inder abgeholt und durften die naechsten zwei Naechte bei ihm und seiner Familie, die sehr herzlich waren -uns allerdings immer mit viel zu viel Essen vollgestopft haben, in Ernakulam uebernachten.  Stets begleitet von Monsunregen, gabs einen Tag Kochin und einen Tag the famous backwaters Bootstour, was wirklich nett war….

...

...

h1

Abschied nehmen oder ein Liebesgeständnis an Thailand…

Juni 20, 2010

Flyer...

Es ist so weit, mein Rucksack ist gepackt und etliche andere Klamotten sind auf dem Weg nach Berlin. In zwei Tagen heißt es für mich endgültig Abschied nehmen, obwohl dieser auch schon jetzt ausgiebig „zelebriert“ wurde.

Sei es bei den offiziellen Feierlichkeiten in der Schule, bei unserer Party in der Nospace Gallerie – die ich wegen eines Migränetodes leider sofort wieder verlassen musste, beim Abiball, bei verschiedenen Lehrerpartys, beim letzten CS-Treffen oder bei dem letzten Ausflug mit allen Kulturweitfreiwilligen …, es ist vorbei bei bei Junimond…

Aller Ende ist auch immer ein Anfang und so blicke ich freudig der bevorstehenden Reise entgegneten und hoffe auch weiterhin die Zeit zu finden hier hin und wieder Fotos hochzuladen.

Maturaball...

Von der Route müsst ihr euch nach wie vor überraschen lassen, es gibt bis jetzt nur drei Fixpunkte. Am 23

Juni fliegen Liss und ich nach Kochi, dass liegt ganz im Süden von Indien, am 6 Juli treffe ich mich mit Ivan in Delhi und am 22 August habe ich einen Rückflug aus Moskau, so far…

Trotz aller Kuriositäten ist mir Thailand in den letzten Monaten sehr ans Herz gewachsen und abgesehen von Freunden und Umfeld gibt es viele kleine Dinge die ich vermissen werde:

Cha yen morgens, mittags und abends – ein kg Lyches jeden Tag – Sex and the City mit 80% Männern im Kino gucken bzw. Männer die in der Öffentlichkeit Titanic als ihren Lieblingsfilm angeben können, ohne dass sich jemand drüber wundert – jeden Tag Sonne- Monsunregen –  das Bus-Boot – Obst und Straßenessen an jeder Ecke – Thaimassage – Taxi fahren so oft man will, ohne jemals mehr als 3€ gezahlt zu haben  und und und und und und und…

h1

Juni 20, 2010

...Essen gab es jeden Abend woanders...

So, ich hatte ganz vergessen vom „kulturweit-Zwischenseminar“ zu berichten.  Dasganzewurde ja auf Grund der politischen Situation nach Kuala Lumpur verlegt, die Stadt im Dschungel. Aufmerksame Blog-Leser wissen natürlich, dass ich hier schon mal im Januar vorbei geschaut hatte und daher noch ein paar Leute kannte.  Gecouchsurfed wurde bei Jeff, der sich mit den Tagen irgendwie leicht vertan hatte, so dass außer Liss, Micha  und mir auch noch drei Briten und Frieder aus Freiburg bei ihm untergekommen sind.  Lange Rede kurzer Sinn, am nächsten Morgen sind wir dann von kommunenartigem Stapelschlafen in luxuriöses vom auswärtigen Amt bezahltes Hotel gewechselt.

Insgesamt hat mich das Zwischenseminar, was für uns ja eher so eine Art Abschiedsseminar war, da wir danach nur noch eine Woche an unser Einsatzstelle hatten, extrem positiv überrascht.  Ganz anders als beim Vorbereitungsseminar wurde größtenteils auf  allgemeines Gefühlswischiwaschi verzichtet und wir haben viel Zeit bekommen uns gegenseitig auszutauschen, etwas über die anderen Länder zu erfahren und gemeinsam die Stadt zu erkunden.

...die deutsche Blase, Gruppenfoto...

h1

What to do in Curfew times?

Juni 4, 2010

Lebenszeichen!!! Ich hatte zwar zwischendurch an viele von euch eine Mail bezüglich der Situation hier in Bangkok geschickt, aber die ersten Klagebekunden über unzureichende Einblicke in mein Leben holen mich trotzdem langsam ein, also hier ein kurzes update.

How to understand red shirt land?

How to understand red shirt land?

Eine Woche nicht zur Arbeit kommen müssen, dass klang erst mal toll, allerdings nur auf den ersten Blick. Das Ministerium für Bildung hatte alle Schulen aufgrund der Krisensituation hier in Bangkok geschlossen und die Bevölkerung dazu aufgefordert sich nur in direkter Umgebung der eigenen Wohnung aufzuhalten. Was hieß das für Liss und mich? Mehr oder weniger den ganzen Tag am Pool liegen, Lesen, Gossip Girl gucken, zur Massage gehen etc. und sich von Tag zu Tag schlechter fühlen, weil man genau weiß, dass wir in unserem Condominiumcomplex in einer kleinen Fakewelt leben, während sich auf den Straßen Bangkoks die Menschen Straßenschlachten lieferten und gegenseitig umgebracht haben. Ich wollte ursprünglich einen Freund in Laos besuchen, aber mein Reisepass lag natürlich bei der indischen Botschaft, welche auf Grund der Sicherheitslage geschlossen hatte und mit Verhängung der Ausgangsspeere fuhren auch keine Nachtbusse mehr und das Thema hatte sich endgültig erledigt.

Ich könnte jetzt noch Lange was darüber  erzählen was meine Einschätzung zu der ganzen Thematik ist, was meine Thai Freunde denken etc., aber dabei würde es sich dann wahrscheinlich um einen riesigen Aufsatz handeln, so for further information befragt mich lieber über Skype oder ones I´m back in Berlin.

Lasst mich nur so viel gesagt haben, die Deutschen Medien haben mich stark enttäuscht, eine neutrale Berichtserstattung gab’s da noch am ehesten beim BBC. Insbesondere ein Artikel der Zeit, eine Zeitung die ich normaler Weise sehr schätze, hat mich schockiert: http://www.zeit.de/politik/ausland/2010-05/thailand-bangkok-gewalt

Gut gemeint versucht der Autor die Regierung zu kritisieren, was viele der großen Zeitung eindeutig verpasst haben, verdreht dabei allerding leider die Wirklichkeit und schafft es anscheinend nicht seinen Standpunkt durch Argumente die auf den wahren Begebenheiten beruhen, zu stützen.

...

Mir persönlich wurde das Ganze dann etwas unheimlich, als die curfew  einsetze, die Thais wie verrückt angefangen haben sämtliche Lebensmittel aufzukaufen, unser Handynetz und der Strom abgestellt wurden. Tägliche SMS von Thai Freunden meinem Vermieter, sowie der Schule und der deutschen Botschaft wann und wo man sich nicht aufhalten darf, wahren da auch nicht so hilfreich. Letztendlich habe ich mich aber größtenteils eher schlecht gefühlt, als wirklich Angst zu haben. Viele meiner Freunde werden hier noch ihr ganzes Leben wohnen, für sie ist es viel mehr als eine gewaltsame Auseinandersetzung von zwei politischen Lagern, in irgendeinem Land in dem sie mal ein Jahr gelebt haben, es ist die Zukunft….! Ich wäre im Zweifelsfall einfach ausgeflogen worden, eine ziemlich beängstigende Vorstellung, wenn man bedenkt, dass ich einigen der Menschen hier inzwischen wirklich nahe stehe.

Langer Rede kurzer Sinn, nach ca. 10 Tagen, vielen Toten, tausenden Verletzten und einer Stadt in der nun bedeutende Teile in Trümmern liegen, unter anderem mein Lieblingsbuchladen und die größte Mall der Stadt sind in Flammen aufgegangen, kehrte langsam wieder Normalität ein.  Die curfew wurde auf die nächste Woche ausgeweitert, was uns allerdings nicht daran hinderte endlich mal wieder tanzen zu geben – das entsprechende curfew Angebot mit Partys von 9pm – 6am gab es auf jeden Fall.

Interviews geben während der Krise war zwar eine interessante Erfahrung, aber endlich Mal nützlich gefühlt habe ich mich, als wir am ersten Wochenende nach der Krise beim „Clean up BBK“ , dabei waren.  Durch Facebook , Universitäten und verschiedenste Verbände organisiert trafen sich hunderte Menschen im Lumpini Park, wurden in Gruppen aufgeteilt und begannen die ganze Stadt zu putzen.

Ich und Liss waren bei der Rama 4 dabei, die Straße auf der tausende red shirts über Wochen gelebt hatten und über Nacht alles stehen und liegen lassen mussten.  So hievten wir für Stunden Tonnen an, vergammelten Essen, Kleidung, Kochtöpfen, ganze Matratzen, tote Tiere und jede Menge anderes ekliges Zeug in Müllsacke und später in Müllautos, stets verflogt von Kamerateams, da wir welche der wenigen/einzigen Ausländer waren, die mitgeholfen haben. Ich fand es natürlich ätzend, aber zu mindestens die Verkäuferin in unsere Lieblingsrestaurant hat sich äußert darüber gefreut uns im Thai-TV zu sehen.

Bau auf, bau auf deutsche Jugend, just saying…. Liss die Putzfrau, obwohl es irgendwie auch was von Zahnarztassistentin hat..

Skurril und erschreckend fand ich, dass einige Thais, trotzdem wir uns freiwillig zum aufräumen gemeldet hatten noch vor dem Schmutz beschützen wollten.  „ You can´t touch this Miss, your skin gets dirty miss etc.“ , wenn wir allerdings argumentierten, das s wir auch in Bangkok leben und deshalb helfen wollen, haben sie sich meisten Einheimischen gefreut und diese Aussage akzeptiert. Über Handschuhe und Mundschutz die ausgeteilt wurden habe ich mich trotzdem nicht beklagt und am nächsten Tage hatte ich richtig Rückenschmerzen und wurde von Alpträumen über Maden die beim Aufräumen in meine Hände kriechen geplagt, auch wenn das jetzt kleinmädchen-mäßig klingt, es war echt eklig zum Teil. Als Entschädigung gab es kostenlos Essen und Trinken z.B. von McDonalds, dem Weltretter-Konzern schlecht hin :)

...der schon etwas spaßigere Wasserspritzpart...

So, dass ist jetzt doch länger als gedacht geworden also folgt nun wirklich die short version. Bangkok = 9 days to go, ich kann nicht fassen, dass es schon vorbei ist. Luca und Max sind pünktlich zum curfew Ende wieder in Bangkok angekommen, Abschied gab es in meiner Lieblingsgallerie mit großatigem DJ-Set aus Japan, tolle Nintendo Gameboy –mix ups: http://www.myspace.com/baifanmusic.

“]

We feel so artsy fartsy :

Liss, Mira, Jimmy

Ansonsten nimmt das Leben hier so seinen Lauf und man versucht noch irgendwie so viel wie möglich mitzunehmen, obwohl es sich bei mir eher um mit Freunden treffen als um Kultur pur handelt: Bowling, Eis essen, Ausstellungseröffnungen, Karaoke, FleaMarkets, Farewell Partys, auf dem Chatuchak shoppen gehen, Konzerte sehen, Abendessen mit Kollegen und Aufführung im Kindergarten, beinahe mit dem Taxiboot untergehen, welches aufgrund von Monsunregen gegen die Wand gefahren ist nicht zu vergessen + 6 tägiger Besuch von Couchsurfer Jimmy, den ich in Malaysia kennen gelernt hatte. Jetzt wo es vorbei ist finde ich mich auch langsam in den Lehrerrhythmus ein: um 10pm schlafen um 5am aufstehen und am Wochenende anders herum, jiha!!

So far, I try my best diesmal schneller was Neues zu posten!

xoxo Mira :]

CS bowling...

Karaoke...

h1

Action Time!

Mai 4, 2010

Hallo liebe Leute, kleines Statusupdate von den dreisten Drei, this is Luca calling!

Wir haben uns vom Platz bewegt. Und zwar sind wir Drei & Liss & ein Haufen Australier und Thais nach Hua Hin zu einem gratis Festival mit einem dementsprechend vollgestopften Zug gefahren. Ich wuerde gerne mal sehen wie viel Liter Schweiss ich hier schon produziert habe… Naja ich will euch nicht langweilen!

Das Honda Summerfest, ein gratis Festival mit ungelogen mindestens 80.000 Besuchern, die sich alle am Strand von Hua Hin angesammelt haben um eine riesige Party zu feiern. Im huefthohem Wasser, bei 40 Grad zu ReaggaeMusik tanzen ist wirklich grossartig. Das erstaunliche fand ich, dass das kein Exzess war, sondern die Thais selbst bei Festivals, freundlich, entspannt aber nicht langweilig sind. (Max: Naja, groesstenteils jedenfalls. Einmal wollte mir allerdings ein ziemlich unfreundlicher Herr zur fortgeschrittener Stunde eine zimmern, da ich offensichtlich zu nah an seiner, zwischen den Menschenmassen sitzenden Frau getantzt hatte. Aber, who cares ? ) Geschlafen haben wir in einem unbeschreiblich grottigem Zimmer. Am nachsten Tag mit Kater gleich Richtung Norden in den Zug nach Chiang Mai (Max: Noch nie in so einem gemuetlichen Nachtzug geschlafen…) , allerdings ohne Liss :-/…

Zu Chiang Mai: entspannt, man koennte auch sagen schlaefrig, kuehler (relativ gesehen)  und Anlaufpunkt fuer Trekking Touren, Elephanten reiten etc.

Und genau das haben wir getan! Wir sind mit drei anderen Leuten in ein kleines  Camp in einem Tal  gefahren, durften Elefanten reiten, fuettern, mit ihnen baden, Mira hat mit ihrem sogar gekuschelt… Kaum zu glauben, dass das ein wirklich bewegendes Gefuehl fuer uns alle war.  Danach gings noch zum “rafting”, was allerdings in der Trockenzeit eher in rumpaddeln endet, nevertheless, war das ein sehr erhohlsamer und bewegender Tag.

Morgen trennen sich unsere Wege und Max und ich treten den “hard part” an.

So far, liebe gruesse und kuesse von uns allen!

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.